Dr. Gerhard Binker

Sachverständiger und Gutachter für Schimmelpilz- und Bakterienbelastung

Sachverständiger für die Erkennung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzbelastungen (TÜV)


EU-zertifiziert nach DIN EN ISO/IEC 17024 für Feuchte- und Schimmelpilzschäden


Staatlich geprüfter Desinfektor


Geprüfter Sachkundiger für Gebäudeschadstoffe (BGR 128)


Sachkundiger für den Umgang mit KMF (Mineralfasern, Glaswolle)


Hygiene-Erstinspekteur für Klimaanlagen (RLT) VDI 6022 (A)


TIB-zertifiziert nach DIN 54162 Infrarotthermographie Stufe 1 Sektor B


Fachkraft für Thermographie (TÜV)


Begasungstechniker / Raumdesinfektor nach TRGS 512 und 522


Sachkundiger für Leckortung und Zonenüberwachung


Geprüfter Wasserschaden-Sanierungstechniker


 

„Die dreckigen Drei“: Schimmel, Hefen und Bakterien

Wenn sich baubiologisch kritische Bakterien in feucht-warmen Milieu vermehren, kann es zu Hygieneproblemen in Wohnungen und Gebäuden kommen. Bakterien lieben feucht-warme Umgebungen. Hier vermehren sie sich rasant.

                

Bei günstigen Bedingungen teilt sich ein Bakterium alle 20 bis 40 Minuten. In 24 Stunden entstehen so aus einer Bakterienzelle etwa 10 000 000 000 Bakterienzellen. Die Temperatur beeinflusst die Vermehrung der Bakterien sehr stark. Zwischen 27° C und 37° C gedeihen die meisten Bakterien am besten. Bei niedrigen Temperaturen teilen sie sich seltener, bei hohen Temperaturen werden die Zellen teilweise geschädigt oder sterben ab. Jede dritte Wohnung in Deutschland soll laut Umweltbundesamt zu feucht und dadurch potentiell von Schimmelpilz- und Bakterienbefall bedroht sein. Vor allem Hefen und Actinomyceten sind hier auf dem Vormarsch.

       

Bei Kondensatschäden und langdauernden Feuchteschäden gedeihen neben den Hefen und Bakterien vor allem Schimmelpilze besonders im bedenklichen Übermaß. Letztere produzieren wie Bakterien oftmals faulige und modrige Gerüche (MVOCs). Mikrobieller Befall breitet sich aus.

         

Befindlichkeitsstörungen können sich so bemerkbar machen. Immer dichtere Wände, Böden, Decken, Türen und Fenster in unseren Wohnungen und Gebäuden verhindern den Feuchte-reduzierenden wichtigen und „gesunden“ Luftaustausch. Schnell gebaute Neubauten trocknen vor dem Bezug nicht mehr gründlich genug aus. Finanzieller Druck zwingt zum schnellen Einzug und zur sofortigen Nutzung mit zusätzlicher Feuchteproduktion. Zu hohe Feuchtigkeit der Betonplatten erlaubt die Etablierung von mikrobiellem Befall und die Ansiedelung von Mikroben, insbesondere in den Dämmschichten. Mangelhafte Keller- und Wandisolierungen fördern zusätzlich einwirkende Feuchtigkeit aus dem umgebenden Erdreich.

          

Auch falsches oder zu weniges Lüften hat Konsequenzen. Wasserdampf gelangt durch Atmung, Kochen, Waschen, Duschen, Baden und feuchte-regennasse Kleidung in die Raumluft. Dieser permanent produzierte Wasserdampf muss aus den Gebäuden entweichen, sonst „kondensiert“ er an zu kühleren Oberflächen, wie an Decken und Wänden, in Fensterleibungen und hinter Sockelleisten. Im „Kondensat“ wachsen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze.

        

Der größte Teil der Hausstauballergiker ist nicht gegen den Staub, sondern gegen den mit ihm verbundenen Schimmelpilz-Gehalt oder Milbenkot allergisch.

Achtung auch vor Taubenkot! Tauben scheiden mit dem Kot viele Mikroorganismen aus. Darunter können sich auch krankheitserregende Organismen (Bakterien, Hefen und Pilze) der Risikogruppe 2 befinden. Als Vertreter der Risikogruppe 3 ist im Taubenkot oft das Bakterium Chlamydophila psittaci (Erreger der Papageienkrankheit) anzutreffen.

Infobox: Chlamydophila psittaci:

Chlamydophila psittaci (veraltet Chlamydia psittaci) ist ein Bakterium aus der Gruppe der Chlamydien und der Erreger der Ornithose. C. psittaci kann sich nur intrazellulär, d. h. innerhalb der Zellen eines Wirts, vermehren, da die Bakterien keine Nukleotide synthetisieren können. Eine Besonderheit ist, dass C. psittaci in Form von kleinen Überdauerungsformen, sogenannte Elementarkörperchen, über Wochen außerhalb eines Wirtsorganismus infektiös bleiben kann. Die Vertreter der Chlamydiaceae werden als gramnegative Bakterien bezeichnet, da sie – als Elementarkörperchen – in der Gramfärbung durch die verwendeten Farbstoffe rot angefärbt werden. Verursacht wird dies normalerweise durch eine dünne Mureinschicht, bestehend aus Peptidoglycanen, in der Zellwand, im Gegensatz zu den grampositiven Bakterien, die über eine dicke Mureinschicht verfügen. Allerdings zeigen die Untersuchungen, dass die Zellwände der Chlamydiaceae nur sehr geringe Mengen oder gar kein Peptidoglycan enthalten.

  

Chlamydien durchlaufen in ihrem Entwicklungszyklus zwei Formen: Außerhalb ihrer Wirtszellen existieren sie als Elementarkörperchen (EK). Das EK weist keine Stoffwechselaktivität auf, ist aber je nach Bakterienart durchaus resistent gegenüber Umwelteinflüssen (z. B. osmotischen Veränderungen und Austrocknung) und kann daher auch außerhalb des Wirtsorganismus überleben. Die Wirtszellen werden durch die Elementarkörperchen infiziert. Einmal in die Zelle aufgenommen, wandeln sich die Elementarkörperchen in Retikularkörperchen (RK) um, die einen aktiven Stoffwechsel besitzen und sich innerhalb der Wirtszelle vermehren.

        

Das Elementarkörperchen EK muss in Kontakt mit der Wirtszelle treten. Wirtszellen sind dabei Epithelzellen. Es heftet sich an deren Membran und wird von der Zelle in einer Art Beutel oder Membraneinschluss (Endosom) aufgenommen: Endozytose. Die im Endosom eingeschlossenen EK wandeln sich innerhalb von ein bis zwei Stunden in die Retikularkörperchen (RK bzw. Retikulate Body RB) um.

            

Die Endosomen fusionieren nicht mit Lysosomen, wie dies eigentlich bei dem Prozess der Phagozytose passiert. Eher scheint es den Retikularkörperchen zu gelingen, Lipide der Wirtszelle in ihre Hüllmembran einzubauen und somit zu verhindern, dass die Lysosomen der Wirtszelle sie als Fremdkörper erkennen und mit ihnen verschmelzen. Da die RK nicht zerstört werden, vermehren sie sich innerhalb des Endosoms durch Zellteilung und sind dabei auf Stoffwechselprodukte und ATP der Wirtszelle für das Wachstum angewiesen. Die Generationszeit beträgt 2–3 Stunden. Ihre Anhäufung im Endosom führt zu der Bezeichnung als Einschluss oder Einschlusskörperchen. Anschließend verwandeln sie sich wieder in Elementarkörperchen zurück. Einige Tage nach der Infektion wird die Wirtszelle durch Lyse zerstört und die Elementarkörperchen werden dabei wieder freigesetzt, sie können nun weitere Zellen infizieren. Es wurde auch beobachtet, dass die EK ohne Zerstörung der Zellen frei werden, indem die Endosomen mit der Zellmembran fusionieren und ihren Inhalt – die Elementarkörperchen – nach außen abgeben.

          

Neben diesen beiden Hauptformen des Entwicklungszyklus kennt man noch eine weitere Form, die aberranten Körperchen. Dabei handelt es sich um eine intrazelluläre, persistierende Form, die unter nicht optimalen Wachstumsbedingungen der Wirtszellen entsteht. Sie wird als Dauerform mit reduziertem Stoffwechsel angesehen und kann sich wieder zu Elementarkörperchen entwickeln. Die aberranten Körperchen sind ebenfalls von medizinischer Bedeutung, da ihr Vorhandensein mit reaktiver Arthritis in Verbindung gebracht wird. Die osmotische Stabilität der Elementarkörperchen wird durch ein Hüllprotein aufrechterhalten. Es besteht aus mehreren Protein-Untereinheiten, die durch Disulfidbrücken verbunden sind. Ein Bestandteil wird als MOMP bezeichnet (Major Outer-Membrane Protein). Dieses Protein weist eine Molekülmasse von etwa 40 kDa (Kilodalton) auf. Daneben kommen noch ein hydrophiles, Cystein-reiches Protein mit einer Molekülmasse von etwa 60 kDa und ein kleines Cystein-reiches Lipoprotein vor. Wenn das Elementarkörperchen eine Wirtszelle infiziert, werden die Disulfidbrücken innerhalb der Protein-Untereinheit und auch zwischen ihnen chemisch reduziert, ähnlich wie dies bei der Reduktion von Cystin geschieht. Dadurch wird die Umwandlung des Elementarkörperchens (EK) in das Retikularkörperchen (RK) ermöglicht.

  

Bei der Entfernung von Taubenkot ist spezielle Schutzausrüstung zu tragen! Vor allem in Dachstühlen von Häusern oder in Kirchendachstühlen und Kirchtürmen sind oft Tauben angesiedelt und dort ist dann auch viel Taubenkot!
Bildquelle: Binker Materialschutz GmbH, www.binker.eu

Das Vorkommen des Pilzes Histoplasma capsulatum ist zwar möglich, in Deutschland jedoch eher unwahrscheinlich. Die Krankheitserreger können auch am Gefieder der Tauben haften und beim Aufflattern der Tiere in den Luftraum gelangen. Auch Tauben, die selbst keine äußerlichen Krankheitssymptome zeigen, können Träger von Infektionserregern sein. Im Allgemeinen besitzt frischer Taubenkot ein höheres infektiöses Potenzial als Taubenkot, der bereits über Wochen oder Monate lagert und dabei austrocknet und/oder der keimtötenden Wirkung der UV-Strahlung des Sonnenlichtes ausgesetzt wurde. Die Überlebensfähigkeit der Infektionserreger ist unterschiedlich und hängt von den Umweltbedingungen ab. Untersuchungen haben gezeigt, dass Austrocknen des Kotes und die Ablagerung über einige Monate nicht immer zu einer hinreichenden Abtötung der Krankheitserreger führt. So kann z.B. Taubenkot auf Dachböden ohne direkte Sonneneinstrahlung auch über Monate hinweg ein hohes infektiöses Risiko behalten. Daher birgt auch älterer Taubenkot eine potenzielle Infektionsgefährdung.

     

Noch schlimmer: Schäden durch Fäkalwasser oder Überschwemmungen können gesundheitsschädliche Bakterien und auch andere Krankheitserreger in Bauteile, besonders in Fußbodenaufbauten und deren Dämmschichten, spülen.

Daher sind Fäkalschäden immer unverzüglich zu bewerten und fachgerecht zu beseitigen. Desinfektionen und Dekontaminationen sind erforderlich.

Infobox: Hefen

Hefen sind einzellige Pilze, die sich durch Sprossung oder Teilung (Spaltung) vermehren, weshalb sie synonym auch als Sprosspilze bezeichnet werden, die meistens zur Abteilung der Schlauchpilze (Ascomycota) gehören. Etwa 700 Hefearten sind heute mit über 5.000 Stämmen bekannt, aber nur wenige wurden genau beschrieben. Als Eukaryoten sind Hefen im Allgemeinen wesentlich größer als Bakterien und besitzen typische eukaryotische Zellstrukturen: komplexe Membranstrukturen, Chromosome, Mitochondrien und Endoplasmatisches Retikulum sowie eine Vielzahl von Organellen. Diese Strukturen fehlen den Prokaryoten (Bakterien und Archaeen).

      

Überwiegend sind Hefen fakultativ anaerob, also nicht auf Sauerstoff angewiesen. Sie können bei Verfügbarkeit von Sauerstoff, wie die meisten anderen Lebewesen, ihn für einen oxidativen Energiestoffwechsel nutzen (Aerobe Atmung): Sie können verschiedene Zucker zu Kohlenstoffdioxid und Wasser oxidieren. In Abwesenheit von Sauerstoff aber können viele Hefen die Zucker nur zu niedermolekularen Stoffen, beispielsweise zu Ethanol und Kohlenstoffdioxid (z.B. in der alkoholischen Gärung), abbauen. Die Zuckeroxidation unter aeroben Bedingungen liefert mehr Energie als die Vergärung. Deshalb sind die Massenzuwachsrate und die Zellteilungsrate bei oxidativem Zuckerabbau sehr viel höher als bei der Gärung. Hefen nutzen ein breites Spektrum an Kohlenhydraten. Jedoch wurde bisher keine Hefe-Spezies beschrieben, die alle in der Natur vorkommenden Zucker nutzen kann.

Cryptococcus neoformans ist der wichtigste Erreger der Kryptokokkose, einer opportunistischen Infektion. Sie tritt oft bei Patienten mit massiver Immunschwäche auf. Die Kryptokokkose gehört zu den wichtigsten AIDS-definierenden Erkrankungen. C. neoformans ist ein hefeähnlicher, bekapselter Pilz mit weltweiter Verbreitung. Er ist 1 bis 5 µm groß, rundlich und weist einen haploiden Chromosomensatz auf. Im Gegensatz zur Bäckerhefe (Schlauchpilze) gehört der Kryptokokkose-Erreger zu den Ständerpilzen (Basidiomycota). Das geschlechtliche bzw. teleomorphe Stadium von Cryptococcus neoformans heißt Filobasidiella neoformans.

Infektionswege: Der Pilz dringt über die Atemwege in den menschlichen Körper ein. Bei immunkompetenten Menschen erfolgt bei Cryptococcus neoformans die Elimination des Erregers bzw. der Erreger wird vom Immunsystem in einem Granulom abgekapselt. Ist der Erreger aber in das zentrale Nervensystem eingedrungen, induziert er durch seine Vermehrung eine Hirnhautentzündung. Dabei schützt den Erreger seine Polysaccharidkapsel gegen Phagocytose. Ebenso werden große Mengen an Kapselpolysacchariden in das Gewebe abgegeben, welche die Immunantwort stören. Der Pilz produziert auch Enzyme (wie Phospholipase), um das menschliche Gewebe aufzulösen.

Quelle: wikipedia

Ich helfe Ihnen, mikrobiellen Befall aus Hefen, Schimmelpilze und Bakterien aufzuspüren, Fäkalschäden- und Wasserschaden-Sanierungen sachverständig zu bewerten und zu überwachen, zu desinfizieren und zu dekontaminieren.

            

Als diplomierter Chemiker, Baubiologe sowie Sachverständiger/Gutachter für Schimmelpilzbefall, Hefepilz-Befall, Feuchteschäden, Bakterienbelastungen, Desinfektion, Dekontamination und Geruchsanalytik und vor allem als Staatlich geprüfter Desinfektor freue ich mich jetzt auf Ihre Aufgabenstellung.

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Tel.: 09123-99820 oder mail@schimmelpilz-sachverstaendiger.de

Dr. Gerhard Binker


Dr. rer. nat. Gerhard Binker

Dipl. Chem. (Univ.)


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